Hui...endlich mal was los hier!
Den vorigen Kommentaren kann ich mich im Wesentlichen anschliessen. Als Ur-Altenholzer, der die Mannschaft schon in der Regionalliga hat spielen sehen und natürlich sämtliche Zweitligajahre aktiv daheim und oft auch auswärts miterlebt hat, erlebt man momentan schwere Zeiten.
Dennoch glaube ich nach wie vor an die Mannschaft, möchte aber dennoch das eine oder andere loswerden.
1. Die ehemalige C-Jugend (?) Meistermannschaft um Röbsch, Offt und Co. war natürlich eine glückliche Fügung und hat viele gute und langjährige TSV-Spieler hervorgebracht. So etwas passiert vermutlich alle paar Jahrzehnte einmal. Auch die Müllers, Schöppners oder Bommes wachsen nicht auf Bäumen. Eine engere Verzahnung von Schulen, anderen Vereinen der Region und dem leistungsorientierten Handball beim TSV erscheint unerläßlich. Denn sonst nimmt man sich als - im Vergleich zu anderen Zweitligisten - finanzschwachem Verein die einzige Möglichkeit mittel- und langfristig erfolgreich zu sein. Hier ist in der Tat einiges unausgeschöpft...nur gibt es im "Umfeld/Management" entsprechende personellle "Kapazitäten" diese auszuloten und anzuschieben? Hoffentlich...
2. Hier wird oft von "Profihandball" geschrieben. Meiner (bescheidenen!) Meinung nach hat es den in Altenholz noch NIE gegeben. Ein "Profisportler" kann sich zu hundert Prozent auf seinen professionel ausgeübten Sport konzentrieren und muss nicht in der Hauptsache arbeiten, studieren oder zur Schule gehen. Das man sich in der zweiten Liga mit vielen Vereinen messen muss, die wirkliche Profistrukturen mit entsprechenden Gehältern bieten,steht auf einem ganz anderen Blatt...und macht die Erfolge unserer Mannschaft in den letzten Jahren umso bemerkenswerter... Auf der anderen Seite könnte man ja mal Rasmus am Freitag fragen, was der eine oder andere Euro mehr wert ist, wenn er wie in Rostock vor zwei Jahren zwar versprochen, aber nicht gezahlt wird...
3. Jens Häusler hat mit seinen Aussagen zwar oft recht gehabt, aber ein wenig mehr Fingerspitzengefühl WANN man etwas sagt hätte vielleicht nicht geschadet, denn wie will man als Trainer seiner Mannschaft beim nächsten Training Stärke und Selbstvertrauen vermitteln, wenn diese beim Auslaufen den Trainer über Mikro das Gegenteil sagen hört? Und die Frage, ob besagte Ausszeit bei noch 15 Sekunden und Ballbesitz überhaupt genommen werden sollte, hat er sich scheinbar auch nicht gestellt. Über die grundsätzlich Qualität des Trainings, denke ich, konnte man sich als Zuschauer in den Spielen schon ein Bild machen...die Frage, warum einige gestandene Spieler in dieser Saison eklatante Leistungseinbrüche zu verzeichnen haben, muss man allerdings auch stellen...
Dennoch hat Jens über weite Strecken einen guten Job gemacht und inwiefern die jetzige Lösung erfolgversprechender ist, wird die Zeit zeigen. Ich bin auch Lehrer und kann vor Torge nur den Hut ziehen...
4. Die Aussage "viele Spieler kommen aus der Oberliga" stimmt so nicht, Es handelt sich beim aktuellen Kader - und vor allem bei denen die spielen! - immer noch in der Mehrzahl um langjährige TSV-A-Spieler.
Bei den Neuzugängen handelt es sich doch mit Schibschid und Schwarz immerhin auch um zwei Erst- bzw. Zweitliga-erfahrene Akteure...
5. Bleiben wir beim Thema "Zweitligatauglichkeit"...hier darf auch gerne mal die "Kulisse" genannt werden. Leider ist es in Altenholz in letzter Zeit so, dass mit ausbleibendem Erfolg auch die Zuschauerzahl massiv schwindet. Gerade JETZT muss die Halle voll sein, der Gegner Angst haben und das Publikum der achte Mann sein. So war das lange Zeit und so muss das wieder werden!
Nichts für ungut,
Gustl
(Teil der Clubleitung des Fanclubs)
PS: Ich denke jeder weiß, was der Verein Opa zu verdanken hat!