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Altenholzer Schmuckstück
Handball-Drittligist TSVA treibt den Tabellenzweiten HF Springe mit einer starken Defensive zur Verzweiflung
Altenholz. Die Festung Edgar-Meschkat-Halle bleibt in der Dritten Handball-Liga uneinnehmbar. Auch der favorisierte Tabellenzweite HF Springe prallte an der Abwehr-Mauer des TSV Altenholz ab und kassierte eine 28:32 (14:13)-Niederlage. Nach einer zähen ersten Halbzeit trieben die Altenholzer ihre Gäste nach der Pause mit einer aggressiven Abwehrformation schier zur Verzweiflung und landeten einen hoch verdienten Sieg.
Die Defensive entwickelt sich immer mehr zum Schmuckstück der Altenholzer Mannschaft. Schon andere Top- Teams mussten das erfahren. Jetzt reiht sich auch Springe in die Liste der Teams ein, die von dem Variationsreichtum der TSVA-Abwehr überrascht wurden. Die Partie begann mit einem von beiden Seiten verbissen geführten Abwehrkampf und Angriffskrampf. Während die jeweiligen Reihen am Kreis effektiv arbeiteten, fanden die Angreifer kaum mal Raum, um zum Tor zu ziehen. Und so sah auch Tribünen-Stargast, THW-Trainer Alfred Gislason, ein sehr zähes Geschehen, aus dem der TSV Altenholz mit etwas Pech in der Schlussphase mit einem knappen Rückstand in die Pause ging. „In der Kabine haben wir dann besprochen, was wir verändern können“, berichtete TSVA-Trainer Torge Greve. Heraus kam eine Abwehrformation, die mit immensem körperlichen Aufwand geführt wurde und die Gäste von Minute zu Minute ratloser werden ließ. Schon neun Meter vor dem eigenen Tor gingen die Altenholzer ihre Gegenspieler an, nahmen so ein riesiges Laufpensum in der Defensive in Kauf, verhinderten aber, dass die Springer von ihren gewohnten Positionen zum Wurf kamen. „Und was dann mal durchkam, hat Florian Hossner abgefangen“, freute sich Greve. Torwart Hossner erwischte einmal mehr einen grandiosen Tag. Eine Dreifach-Parade in der ersten Hälfte brachte ihn in die Spur, serienweise abgewehrte Bälle gegen selbst frei vor ihm auftauchende Springer machten ihn zum Star des Spiels. „An so ein Spiel kann ich mich kaum erinnern“, sagte der 29-Jährige. „Ich weiß gar nicht, was ich anders gemacht habe als sonst. Aber heute hätte ich wohl auch nur mit einem Bein die Bälle gehalten.“ Geiles Gefühl? „Absolut!“ Mit zunehmender Spieldauer stieg so der Altenholzer Glaube an einen Sieg und die Verzweiflung auf Springer Seite, deren Anhang zunächst vehement gegen die Schiedsrichter motzte und dann teilweise schon Minuten vor dem Ende die Halle verließ. Mitte der zweiten Hälfte setzten sich die Altenholzer ab, HF Springe musste sich mehr öffnen und gab den Gastgebern damit Gelegenheit, auch noch spielerische Glanzpunkte zu setzen – so etwa mit einem herrlichen Anspiel von Uwe Kalski hinter dem Rücken auf Thorben Plöhn oder mit einem reaktionsschnellen Christian Schwarz und mit einem sprintstarken Bevan Calvert, der in Unterzahl in ein HF-Zuspiel sprang, sich den Ball schnappte und per Tempo- Gegenstoß zum 29:23 (58.) vollstreckte. Der Rest war Schaulaufen vor einer begeisterten Kulisse, in deren Mitte schließlich auch Alfred Gislason stehend Ovationen spendete.
TSVA: Hossner (1.-60. Minute, 20 Paraden), Weber (bei zwei 7m, 1) – Lipp (5/4), Stürze (1/1), Calvert (6), Drecke (1), Schwarz (5), Kalski (4), Plöhn (3), Wegner (3), Möller, Fischer, Jacobi, Starke (4). |