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Nervenstark zum Auswärts-Sieg beim TSV Altenholz | Drucken |
Geschrieben von Ruhrnachrichten / Ferdi Recker   
4.04.2011 | 09:54
Nervenstark zum Auswärts-Sieg beim TSV Altenholz

Altenholz. Der TVE hat am Samstag erneut gespürt, wie verdammt schwer es ist, aus der Edgar-Meschkat-Halle in Altenholz die Punkte zu entführen. Doch es klappte: Der TVE gewann mit 34:31, riss in der 56. und 57. Minute die Kohlen aus dem Feuer. Von Ferdi Recker 20:14 führte der TVE nach 30 Minuten, es schien, nach holperigem TVE-Start, alles nach Wunsch und Plan zu laufen. Im Verlauf der zweiten Halbzeit leistete sich der TVE dann aber zu viele Fehler in der Offensive. Genau darauf hatte der TSV doch nur gewartet, kam Tor um Tor heran, glich durch Moritz Weltgen zum 27:27 aus - zehn Minuten nur noch. Das Match drohte zu kippen, denn Altenholz war jetzt regelrecht getragen von der großen Aufholjagd, beim TVE machten sich erste Ermüdungserscheinungen bemerkbar. Denn der TVE musste dieses Match mit einem nur sehr kleinen Kader bestreiten. Wechsel im TVE-Tor Noch einmal wechselte TVE-Trainer Patrekur Jóhannesson den Keeper: Hreiðar Guðmundsson ging für die letzten Minuten wieder zwischen die Pfosten, nachdem Nils Babin - gute Paraden und gar einen gehaltenen "Kurzen" von Moritz Weltgen - plötzlich nicht mehr ganz sicher wirkte. Hreiðar (Licht und Schatten in den ersten 48 Minuten) hielt zwei, drei Würfe der Gastgeber und lieferte damit die Basis. Auf der Gegenseite markierte Andrej Kurchev seinen 10. Treffer, der TVE führte mit 32:31. Kurz darauf war es Fannar Friðgeirsson, der mutig in die TSV-Deckung marschierte und entschlossen zum 33:31 vollendete. Beim Gegenangriff angelte sich der TVE in der Deckung den Ball, Jeffrey Boomhouwer schaltete seinen Turbo ein, flitzte unaufhaltsam über den Acker und hämmerte den Ball in die Maschen - zum 31:34. Drei TVE-Tore in nur einer Minute, die Partie war damit entschieden, in den letzten 90 Sekunden passierte gar nichts mehr. Weil der TVE jetzt gegen die offene Deckung der Gastgeber clever und sehr abgeklärt die Zeit herunter spielte... Eelco Weevers spielte bärenstark Nein - gut begonnen hatte es nicht für den TVE. Patrik Kvalvik fehlte, "Fusi" Sigurðsson saß nach tagelanger Grippe nur als "Notnagel" auf der Bank. In der Zentrale der Abwehr stand Stratege Stefan Thünemann, mit oftmals wechselnden Kollegen. Die Deckung nicht geschlossen, Weltgen mit starker Durchsetzungskraft und Sebastian Opderbeck am Kreis machte dem TVE das Leben schwer, zudem agierte Altenholz mit einem sehr beweglichen Rückraum, Plöhn und Wetzel machten richtig Theater. Doch der TVE blieb stets dran, Selmanovic, Friðgeirsson, Kurchev und Thünemann hielten die Partie offen. Und vor allen Dingen Kapitän Eelco Weevers, der mit einem unglaublich starken Abschussquote glänzte. Sein Treffer zum 20:14-Pausenstand für den TVE - nach hohem Kurchev-Zuspiel in den Kreis - war das Eintrittsgeld wert... Altenholz dreht richtig auf Altenholz drehte auf nach der Pause, weil der TVE das erlaubte. Schöne TVE-Treffer, doch auch zu viele unvorbereitete Abschlüsse und einige Fehlpässe, die in der 2. Liga "verboten" sind. Altenholz roch die Chance, der TVE hielt aber zunächst einen Vorsprung von drei Toren. Dann aber traf Weltgen doppelt, Plähn egalisierte zum 26:26, kurz darauf stand es 27:27. Die TSV-Fans und das Team wollten noch mehr. Doch Selmanovic und Thünemann warfen einen Zwei-Tore-Vorsprung heraus (29:27), Friðgeirsson und Kurchev hielten den (29:31), immer wieder bestach Elvir Selmanovic mit ganz wichtigen Toren. Doch Altenholz wusste stets die Antworten, und egalisierte. Nichts für schwache Nerven! Die hatte der TVE aber auch nicht. In der alles entscheidenden Phase glaubte der TVE an seine Stärken, warf diese in die Waagschale und sicherte den Auswärtssieg. TVE-Kader war verdamm klein Kleiner TVE-Kader - und wie: Nach knapp elf Minuten noch weiter reduziert, weil Achim Cordes (sh. Bericht auf dieser Seite) vom Platz flog. Sigfus Sigurðsson wartete lange auf der Bank, kam nach der Pause in der Deckung, weil Kraft und Energie von Selmanovic dringend in der Offensive benötigt wurden. Nur kurz ersetzte Petr Kust den leicht schwächelnden Andrej Kurchev, schon vor der Pause stand Kennie Boysen für Friðgeirsson bzw. Elvir Selmanovic auf dem Platz. Boysen schloss drei Mal mutig ab, aber unglücklich. Da fehlt einfach die Praxis. Sigurðsson leistete sich im "falschen" Moment einen "dummen" Fehlpass bei einem Gegenstoß, ein böser Blick von Trainer Jóhannesson, schon war die Sache vergessen. Eelco Weevers, Stefan Thünemann und Jeffrey Boomhouwer (Sascha Bertow fehlte erkrankt), die drei TVE-Akteure spielten in Altenholz 60 Minuten lang durch. Stark! Verlassen konnte sich der TVE auf die Keeper. Guðmundsson und Babin hielten je einen Kurzen und diverse Würfe, beide Torhüter hatten auch ihre schwachen Momente. Mit den Wechseln im Tor hatte Jóhannesson ein glückliches Händchen, auch hier lag der Grund für den schwer erkämpften Sieg.
Quelle: Ruhrnachrichten / Ferdi Recker
www.ruhrnachrichten.de
 

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