25:27-Heimniederlage zum Zweitliga-Auftakt
Kiel. Es lief schief, was nur schief laufen konnte: eine zu hohe Fehlerquote, Patzer in den entscheidenden Phasen und eine zu passive Abwehr. Das Resultat lautete 25:27 (10:11). Mit dieser bitteren Niederlage gegen Aufsteiger HC Aschersleben bei der Heimpremiere der Zweiten Handball-Bundesliga machte der TSV Altenholz den Fehlstart in die neue Saison nach der Auftakt-Niederlage in Lingen perfekt.
Foto: Ungehindert kann sich der Altenholzer Christian Schwarz (links) gegen Gorden Müller und Svajünas Kairis durchsetzen. Foto Stark
Gegen einen wahrlich nicht starken Gegner aus Sachsen- Anhalt standen sich die Altenholzer selbst im Weg. Zwar zeigte das Team von Trainer Torge Greve in der Anfangsphase die besseren Anlagen, erarbeitete sich durch starke Paraden von Torwart Robert Wetzel diverse Chancen, um sich abzusetzen, doch auf mehr als ein Tor Vorsprung sprang nie heraus. Zu durchsichtig war das eigene Altenholzer Angriffsspiel, zu unplatziert die Würfe. HC-Torwart Andreas Böhm musste sich gar nicht viel mühen, um bis zum Spielende auf 19 Paraden zu kommen. „Wir waren im Angriff zu inkonsequent, der finale Pass kam nicht an, und die Chancenauswertung war einfach mangelhaft“, ärgerte sich Greve, der auch im Spielaufbau noch nicht die perfekte Formation gefunden hat. Zunächst agierte er sowohl mit Moritz Weltgen als auch mit Rasmus Gersch, später sollte Gersch allein das Spiel leiten. Doch der Rückkehrer hatte noch nicht die erhoffte Bindung, wirkte in seinen eigenen Toraktionen zu gehemmt. Immerhin bei Siebenmetern war der 28-Jährige eine sichere Bank. So blieb der TSVA zumindest dran, als sich die Partie schon Mitte der ersten Halbzeit zugunsten der Gäste zu drehen drohte. Nach dem Seitenwechsel eröffnete sich den „Wölfen“ dann noch einmal die Chance, alles zum Guten zu wenden. Mit zwei Treffern von Sebastian Opderbeck lagen sie mit 15:13 (37.) vorn. „Da hätten wir uns absetzen können. Doch anstatt sie zu brechen, machen wir sie wieder stark“, musste Greve mitansehen, wie sich auch das Strafwurf- Glück wendete. HC-Vollstrecker Carsten Kommoß durfte in der zweiten Hälfte fünfmal zur Tat schreiten, Gersch nur noch zweimal. Torwart Wetzel verließ das Glück und diverse Zeitstrafen raubten den Altenholzern die Kraft. Die blieben zwar dank starker Aktionen von Tom Wetzel (Gerve: „Ein Lichtblick in unserem Team“) lange dran, mussten aber schließlich in der Schlussminute das Spiel verloren geben. Während die „Wölfe“ die Köpfe hängen ließen, tanzten die „Alligators“ auf dem Parkett, und Gäste-Trainer Dimitri Filippov stellte fest: „Wir haben hier verdient gewonnen, weil wir besser in der Abwehr standen.“ Greve hofft nun auf den kommenden Sonntag: „Das Gute ist, dass wir gleich gegen Hildesheim vor heimischem Publikum die Chance haben, den Eindruck wieder geradezubiegen.“
Quelle: Kieler Nachrichten |