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"Wölfe" nicht frisch, aber erfolgreich
Altenholz. Der Nächste bitte: Sieben Spiele waren die Handballer des TSV Altenholz in Folge ungeschlagen - mit dem SV 63 Brandenburg-West reiht sich jetzt die achte Mannschaft in die Liste der sieglosen "Wölfe"-Gegner ein.
Auf einen Mann ist beim Handball-Drittligisten dabei immer Verlass: Florian Hossner. Der sich seit Wochen in Galaform präsentierende Torwart war auch im Duell mit dem Tabellenletzten aus Brandenburg genau dann ein sicherer Rückhalt, als es darauf ankam.
Der am Ende deutliche 31:22 (14:12)-Sieg war nämlich weitaus umkämpfter, als es das Ergebnis aussagt. Bis zur 35. Minute hielten die Gäste überraschend gut mit und lagen nur einen Treffer zurück (15:16). Vor allem im ersten Durchgang waren die Randkieler meilenweit von der Form der letzten Wochen entfernt. "Nach einer langen Hinrunde fehlte vielen unserer jungen Spieler die geistige Frische. Im ersten Durchgang haben wir uns zu oft in Eins-zu-Eins-Situationen verzettelt", kritisiert TSVA-Trainer Torge Greve. Gerade die Altenholzer Offensive zeichnete sich eher durch technische Fehler und Ballverluste denn durch Schlagkraft aus. Die Folge waren zahlreiche Konter der Brandenburger und immer wieder das Duell Mann gegen Mann mit Florian Hossner. Doch nicht nur der Angriff, sondern auch die Altenholzer Abwehr wirkte untypisch lethargisch. Wütend schrie der "Wölfe"-Schlussmann seine Vorderleute Christian Schwarz und Uwe Kalski an, die nach einer Parade Hossners den Abpraller regelrecht verschliefen und dadurch Lukas Krugs Tor zum 8:6 im Nachsetzen ermöglichten.
Früh wechselte Greve durch, Wegner übernahm die Spielmacherrolle von Kalski und auch Patrick Starke wurde schon nach 21 Minuten auf die Platte beordert. Doch am zerfahrenen Spiel der Gastgeber änderte sich zunächst wenig. Große Probleme hatten die "Wölfe" mit dem Brandenburger Rückraumlinken Lukas Krug, der allein in der ersten Halbzeit sechs Tore erzielte. Nach Marcel Möllers 13:10 (28.) sah es zunächst nach einer souveränen Halbzeitführung aus, doch zwei schnelle Gegenstöße brachten die Gäste wieder auf ein Tor heran. Möller sorgte mit dem 14:12 für etwas Entspannung in der Kabine.
Aus dieser kamen die "Wölfe" ohne Schwung. Beim 16:15 waren die in dieser Saison noch sieglosen Gäste wieder dran, es roch nach einer faustdicken Überraschung. Doch genau in dieser Phase fanden die "Wölfe" den richtigen Hebel. Greve: "Der Mittelblock mit Kalski und Schwarz stand nach der Pause deutlich besser, wodurch die Gäste immer häufiger in Zeitspielnot kamen." Eine 6:1-Serie zum 22:17 (39.) brachte die Vorentscheidung, der SV konnte dem Tempo der Altenholzer nicht mehr folgen. Treffsicherster Altenholzer war Max Lipp, der vier seiner insgesamt sieben Tore nach der Pause erzielte. In der Schlussphase durfte auch Nick Weber noch sein Können unter Beweis stellen, mit einem parierten Siebenmeter gegen Steffen Hahn und einer weiteren Parade trug der Torwart zum 31:22-Erfolg seiner "Wölfe" bei. "Die zweite Halbzeit haben wir gut gemeistert", lobt Greve sein Team, das mit vier Punkten Rückstand auf Tabellenführer HF Springe in die Weihnachtspause geht, ehe am 14. Januar Großburgwedel seinen Hinrundensieg in der Edgar-Meschkat-Halle bestätigen will.TSV Altenholz: Hossner (1.-57.), Weber (ab 57.) - Starke, Lipp (7/2 Tore), Stürze (5/1), Calvert (4), Drecke (2), Schwarz (4), Kalski (4), Plöhn (1), Wegner (2), Möller (2), Fischer, Jacobi.
SV 63 Brandenburg-West: Pfefferkorn, Witowski, Heinz - Donath, Reckzeh, Krug (7), Fängler (2), Hahn (1), Bieganski (2), Seiler (3), Wollweber (2), Franz, Fleischer (3), Teichert, Heuer, Fähling, Greupner, Ackermann (2).
SR: Sarakewitz/Schuster (Schwerin). - Z.: 450
Zeitstrafen: 1:5. - Siebenmeter: 3:0.
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