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"Wölfe" werden zum Favoritenschreck
Nach der HSG Tarp-Wanderup und dem SV Henstedt-Ulzburg hat der TSV Altenholz jetzt bereits der dritten Spitzenmannschaft wichtige Punkte im Titelrennen in der 3. Handball-Bundesliga abgenommen. Gegen die favorisierten Handballfreunde aus Springe siegten die "Wölfe" verdient mit 32:28 (13:14) und entwickeln sich somit immer mehr zum Favoritenschreck. Beste Werfer auf Seiten der Gastgeber waren Rechtsaußen Bevan Calvert mit sechs und Max Lipp mit fünf Toren. "Wie schon gegen Beckdorf hat die Mannschaft die taktischen Anweisungen super umgesetzt. Ein Lob an Florian Hossner im Tor und Bevan Calvert, der im Abschluss beinahe eine hundertprozentige Quote hatte", sagt Trainer Torge Greve nach dem Erfolg gegen den Tabellenzweiten.
Mit einer offensiven 5:1-Deckung fanden die "Wölfe" gut in die Partie und führten schnell mit 5:3. Nach einer Umstellung der Gäste-Deckung auf 6:0 durch Coach Oleg Kuleshov kam es zu einem kleinen Bruch im Altenholzer Spiel. Der Ball wurde in der Folge zu häufig quer gespielt und der Abschluss zu oft aus einer schlechten Wurfposition gesucht. Probleme hatten die "Wölfe" im ersten Durchgang vor allem mit HF-Kreisläufer Nikolaos Tzoufras, der Sekunden vor der Halbzeitpause im Nachsetzen das 14:13 für seiner Springer markierte.
Für die zweite Hälfte beorderte Greve Uwe Kalski auf die halblinke Position und Youngster Mathis Wegner in die Mitte - mit Erfolg. Die "Wölfe" agierten nun weitaus zielstrebiger und geradliniger. Taktisch griff Greve zur Erfolgsformel aus dem Spiel gegen Henstedt-Ulzburg. "Wir haben den Gegner wieder mit einer 1:5-Abwehr komplett in Manndeckung genommen und damit völlig überrascht." So setzten sich die Altenholzer bis Mitte der zweiten Hälfte auf 21:18 ab, auch weil sie die Kräfte zehrende Deckungsvariante bis zum Ende brilliant durchzogen. Die Gäste verzettelten sich dagegen immer häufiger in Einzelaktionen, während Hossner im Tor immer mehr über sich hinauswuchs und etliche freie Bälle der Handballfreunde wegfischte. Beim 29:23 war die Vorentscheidung zugunsten der "Wölfe" gefallen, am Ende gelang den Gästen nur noch Ergebniskosmetik.
Vom Pech verfolgt ist weiterhin Sebastian Opderbeck. Nach seiner Weisheitszahn-OP wurde dem Rückraum-Routinier am Freitag der Blinddarm entfernt. Somit wird der 25-Jährige auch am kommenden Freitag zuhause in der Partie gegen DHK Flensburg (15.) aussetzen müssen. "Die Ärzte haben eine acht- bis zehntägige Sportpause angeordnet. Erst danach wird uns Sebastian wieder zur Verfügung stehen", hofft Greve auf ein baldiges Comeback. Bislang gelingt es den Altenholzern recht gut, diesen Verlust zu kompensieren, gerade vor eigenem Publikum. Dank des 32:28-Erfolges blieben die Randkieler nämlich auch im sechsten Duell auf eigenem Parkett ungeschlagen, einzig der HSG Tarp-Wanderup gelang es bisher, einen Punkt aus der Edgar-Meschkat-Halle zu entführen.
Trotz der klaren Favoritenrolle gegen die Nordlichter aus Flensburg will der Altenholzer Trainer "keinen Schlendrian aufkommen lassen. Auch wenn es ein vermeintlich leichter Gegner ist, bleibt es doch ein Landesderby. Wir wollen jetzt dranbleiben", gibt Greve die Marschrichtung vor.
TSV Altenholz: Hossner, Weber (bei zwei Siebenmetern) - Starke (4 Tore), Wegner (3), Fischer, Plöhn (3), Lipp (5/4), Stürze (1/1), Calvert (6), Drecke (1), Kalski (4), Schwarz (5).
HF Springe: Herold, Stange - Fauteck (8/3), Eichenberger (7/1), Tzoufras (4), Hinz (2), Karpstein (2), Behnke (2), Deutsch (1), Kolditz (1), Gorpishin (1).
SR: Beyer/Höhne (Eberswalde). - Zeitstrafen: 4:2.
Siebenmeter: 5:4. - Zuschauer: 450.
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