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Altenholz fängt sich Großburgwedel-Virus | Drucken |
Geschrieben von Kieler Nachrichten / ra   
16.01.2012 | 19:06
Altenholz fängt sich Großburgwedel-Virus

Rückrundenstart in der Dritten Liga mit 22:24-Heimniederlage

Altenholz. Und Geschichte wiederholt sich doch! Wie vor vier Monaten hat der TSV Altenholz in der Dritten Handball- Bundesliga gegen die TS Großburgwedel erneut einen Fehlstart hingelegt. Völlig unnötig unterlag die Mannschaft von Trainer Torge Greve mit 22:24 (12:14), offenbarte dabei nach der Winterpause erhebliche Abstimmungsprobleme und brachte sich mit Phasen grober Unkonzentriertheiten um den Sieg. Damit kassierte der TSVA erstmals in dieser Saison eine Heimniederlage. Von Ralf Abratis

Von Beginn an tat sich der TSVA gegen den unbequemen Gegner aus Niedersachsen schwer, packte in der Abwehr nur selten zu und spielte im Angriff seine Abläufe nicht zu Ende. So hechelten die Greve- Schützlinge stets einer TSGFührung hinterher und konnten von Glück sagen, dass sie durch einen Treffer des engagiert zu Werke gehenden Christian Schwarz in der letzten Sekunde der ersten Halbzeit nur mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Pause gingen. Danach schien sich das Blatt zu wenden. Mit der Hereinnahme von Bevan Calvert, der bisweilen etwas ungestüm agierte, und vor allem von Patrick Starke, der mit kraftvollen Würfen aus dem Rückraum für spektakuläre Tore sorgte, kam mehr Schwung in die Altenholzer Aktionen. Und hinten zahlte sich der Wechsel auf Nick Weber im Tor mit etlichen Paraden aus. So gelang in der 41. Minute beim 17:16 die erste Führung, anschließend erhöhte Schwarz nach einem Abpraller sogar reaktionsstark auf 18:16. Erstaunlicherweise zog aber keine Ruhe ins Altenholzer Spiel ein. Im Gegenteil: Was sich der TSVA in der Abwehr erarbeitete, wurde auf dem Weg nach vorn mit technischen Fehlern aus der Handball-Grundschule, völlig verkorksten Anspielen und fehlenden Absprachen wieder zunichte gemacht. Und selbst als sich fünf Minuten vor dem Ende erneut ein Zwei-Tore-Vorsprung auftat, verspielte Altenholz erneut alle Möglichkeiten. Zudem sorgte das unsicher agierende Schiedsrichter-Gespann dafür, dass die Partie in einer hektischen Schlussphase endete. Ihre eigenwilligen Interpretationen der Situationen führten auf beiden Seiten für hochkochende Emotionen, bescherten aber vor allem dem TSVA umstrittene Zwei-Minuten-Strafen. So zog Großburgwedel schließlich wieder vorbei und rettete einen knappen Sieg ins Ziel. „Am Ende sind wir an unseren eigenen Unzulänglichkeiten gescheitert. Wir sind durch die Fouls selten in den Spielfluss gekommen, haben in den gute Phasen dann versäumt nachzulegen und zu viele Abspiel- und Absprachefehler produziert. 24 Gegentreffer sind okay, aber 22 eigene viel zu wenig. Das ist einer der Rückschläge, die wir einkalkulieren mussten“, sagte Greve, der Gründe für die Niederlage nicht bei den Schiedsrichtern suchen wollte, allerdings erkannte, dass sie „keine Heimschiedsrichter“ waren.

TSVA: Hossner (1.-18., 3 Paraden), Weber (19.-60., 9) – Lipp (5/2), Stürze (1), Calvert (1), Drecke (2), Opderbeck, Schwarz (5), Kalski (2), Plöhn, Wegner, Jacobi (1), Starke (5).

Quelle: Kieler Nachrichten
www.kn-epaper.de
Letzte Aktualisierung ( 16.01.2012 | 19:09 )
 

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