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Die zwei Gesichter der TSVA-Wölfe | Drucken |
Geschrieben von Kieler Nachrichten / Frank Molter   
7.11.2011 | 07:06
Die zwei Gesichter der TSVA-„Wölfe“

Handball-Drittligist besiegt Beckdorf mit 42:31

Von Frank Molter

Altenholz. Sechs Tage vor dem Prestige-Derby gegen den Tabellendritten SV Henstedt- Ulzburg hat sich Handball- Drittligist TSV Altenholz gestern Nachmittag warm geschossen. Beim deutlich ausgefallenen 42:31 (21:21)-Kantererfolg über den Tabellen-14. SV Beckdorf zeigte der TSVA allerdings zwei Gesichter. Die spärlich besetzten Zuschauerränge, Dauergemurmel und wenig Esprit auf dem Parkett erzeugten in der Altenholzer Edgar-Meschkat- Halle zunächst eine Stimmung wie auf einem Weihnachtsbasar. Wie nach einem zu großen Schluck aus der Glühweinkelle taumelten die Altenholzer nach einer 5:3- Führung ungebremst in einen Zustand hochgradigen Dämmerns. Und das vor allem in der Abwehr. Ohne den von Weisheitszahnschmerzen geplagten Sebastian Opderbeck sahen die Gelb-Schwarzen ihrem Kontrahenten in aller Seelenruhe beim Torewerfen zu. Und da auch TSVA-Schlussmann Florian Hossner ohne Deckung keine Hand an die Bälle bekam, lagen die Gäste beim 6:5 erstmalig in Front und bauten die Führung bis zum 15:12 (23.) aus.
„Das war viel zu fahrig. Uns fehlte in der Deckung die Konsequenz“, kommentierte TSVA-Trainer Torge Greve die ersten 30 Minuten, die sein Team dank einer am Ende zupackenden 5:1-Formation mit Mathis Wegner als Speerspitze und der Tore von Rückraum-„Shooter“ Patrick Starke (10) noch mit einem Remis (21:21) beendete. Überhaupt Mathis Wegner: Für den gut begonnenen Uwe Kalski als Spielmacher eingewechselt, steuerte der junge Ex-Kronshagener nicht nur selbst drei Tore bei, sondern schaffte seinen Nebenleuten Freiräume. „Er geht sehr gut in die Nahtstellen und schafft damit Tiefe. Das wiederum kommt dann Patrick Starke entgegen, der, wenn er aus der Bewegung kommt, nicht zu halten ist“, lobte Greve. Das 50. Saisontor Starkes war im zweiten Durchgang der Auftakt zum Altenholzer Zwischenspurt, dem der schwächelnde SV Beckdorf nicht Stand halten konnte. Zudem hatte die Manndeckung gegen Stefan Völkers (7) dem Gast den Nerv gezogen. Mit dem starken Nick Weber zwischen den Pfosten, einem unermüdlich ackernden Christian Schwarz am Kreis sowie der 100-prozentigen Trefferquote von Bevan Calvert zog der TSVA über 28:24 (43.) auf 34:27 (50.) davon und feierte einen zu hohen, aber verdienten Heimsieg. „Mit der zweiten Halbzeit bin ich zufrieden, mit der ersten nicht“, meinte Torge Greve.

TSV Altenholz: Hossner (5 Paraden), Weber (16 Paraden) – Lipp 3, Stürze 5/2, Calvert 5, Drecke 1, Schwarz 5, Kalski 5, Plöhn 3/1, Wegner 3, Möller 2, Fischer, Jacobi, Starke 10.

Quelle: Kieler Nachrichten
www.kn-epaper.de
 

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