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Eine Einheit mit Variationen | Drucken |
Geschrieben von Kieler Nachrichten / ra   
31.12.2011 | 12:04
Eine Einheit mit Variationen

Beim Handball-Drittligisten TSV Altenholz ist Trainer Torge Greve auch auf Rückschläge vorbereitet

Altenholz. Die Momentaufnahme zur Saisonhalbzeit hätte für den TSV Altenholz besser kaum ausfallen können. Nach 15 Spielen in der neuen Dritten Handball- Bundesliga steht die Mannschaft von Trainer Torge Greve mit zehn Siegen, zwei Unentschieden und drei Niederlagen auf Platz vier der Tabelle, stellt mit 464:393 Toren die stärkste Abwehr der Liga und darf zum Rückrundenstart am 14. Januar auf einen Zeitraum von drei Monaten ohne Niederlage zurückblicken. Geben der Altenholzer Defensive einen starken Rückhalt: Das Torhüter-Duo Florian Hossner (re.) und Nick Weber. Fotos Paesler
Von Ralf Abratis Es ist eine Bilanz, die nach dem Abstieg und dem personellen Umbruch zur neuen Saison nicht zu erwarten war und die sich nach dem ersten Saisonviertel mit einem steten Auf und Ab so auch nicht angedeutet hatte. Zum Jahreswechsel durfte sich Torge Greve bereits über die Vertragsverlängerungen von Sebastian Opderbeck und Florian Hossner freuen und mit berechtigtem Stolz die vergangenen Monate Revue passieren lassen. „Das Saisonziel, den Anschluss an die Ligaspitze herzustellen, zeigt sich als durchaus realistisch. Dafür hatten wir junge Spieler mit Potenzial verpflichtet, die sich zwar erst finden mussten, nun aber eine gute Einheit bilden – mit vielen Variationsmöglichkeiten“, charakterisiert Greve seine Mannschaft. Der Saisonstart indes verlief noch etwas holprig. Insbesondere auswärts fanden die Altenholzer nicht zu ihrem Können. „Gleich das erste Spiel mit der Niederlage in Großburgwedel war ein Schuss vor den Bug. Da und auch später in Magdeburg und Hannover waren wir noch in der Findungsphase. Zu Hause konnten wir das mit mehr Einsatzwillen zwar wettmachen, aber um in fremden Hallen den Heimnimbus zu brechen, muss man schon sehr gefestigt sein“, so Greve. Nach dem 15. Oktober ließen die Altenholzer aber nur noch einen gegnerischen Punkt zu – auswärts beim Ligafavoriten Henstedt-Ulzburg. Der Auftritt dort war einer der Höhepunkte der Halbserie. Mit extrem offensiver Defensive wurde den Hamburger Vorstädtern der Zahn gezogen. Nur eine Woche später setzten die Altenholzer Wölfe noch einen drauf und bezwangen den Tabellenführer Springe mit der gleichen Taktik. Insgesamt agierten die Altenholzer sehr stark in der Abwehr. „Dafür gebührt insbesondere Dirk Elvers ein großes Lob, dem es in den vergangenen Jahren immer wieder gelungen ist, hervorragende Torleute auszubilden. Florian Hossner hat unter ihm eine sensationelle Entwicklung genommen. Das vergangene Jahr im Schatten von Robert Wetzel war schwer, aber er hat sich durchgebissen und präsentiert sich nun auf und neben dem Feld als echte Persönlichkeit. Er ist genau der Teamkäpt'n, der er gemeinsam mit Sebastian Opderbeck sein soll.“ Die Abwehr ist das Prunkstück im Altenholzer Team, das es dem Angriff auch mal ermöglicht, den einen oder anderen Ball zu verlieren. „Vorn sind wir manchmal noch etwas zu umständlich. Daher wünsche ich mir auch ein schnelleres Umschalten von der Abwehr zum Angriff, um verstärkt auch zu leichten Toren zu kommen“, so Greve. Doch das Zusammenspiel klappt immer besser, nachdem die verschiedenen Spielphilosophien, die etwa Max Lipp aus Flensburg und Uwe Kalski aus Varel mitgebracht haben, im TSVA-System zusammengefügt wurden. „Max war anfangs etwas zaghaft, kommt jetzt immer besser rein, und Uwe musste sich erst einmal umstellen, da er in Varel vorrangig in der Abwehr eingesetzt wurde“, sagt Greve. Mathis Wegner schlüpft zudem immer mehr in die Rolle, die ihm zugedacht war, ist eine gute Alternative zu Kalski. Und auch auf den anderen Positionen sorgt der interne Konkurrenzkampf der etablierten mit den jungen Spieler dafür, dass sich das TSVA-Team weiter steigert. Von der Rückkehr der lange verletzten Kjell Köpcke und Sebastian Opderbeck verspricht sich Greve zudem noch mehr Stabilität: „Wir werden deswegen aber nicht das Saisonziel neu definieren, denn es wird in der Rückrunde auch Rückschläge geben. Wir schauen einfach von Woche zu Woche und hoffen, unsere Serie ohne Niederlage möglichst lange fortsetzen zu können.“
Quelle: Kieler Nachrichten
www.kn-epaper.de
Letzte Aktualisierung ( 31.12.2011 | 12:39 )
 

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