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Greve will in zwei bis drei Jahren wieder anklopfen | Drucken |
Geschrieben von Kieler Nachrichten / ra   
27.05.2011 | 11:41
sebastian_obderbeck.jpgGreve will in zwei bis drei Jahren wieder anklopfen

Altenholz hat den Abstieg in die Dritte Liga verdaut

Von Ralf Abratis
Altenholz. Die Enttäuschung ist verraucht, der Stolz ist zurückgekehrt. Nach ein paar Tagen der Niedergeschlagenheit sind sich die Handballer des TSV Altenholz darüber bewusst geworden, dass sie trotz des Abstieges aus der Zweiten Bundesliga eine starke Saison gespielt haben und dass der Abschied aus der zweithöchsten Spielklasse nach 16 Jahren lediglich dem Liga-Umbau geschuldet ist. Die Zusammenführung der beiden Zweiten Ligen ließ die Hälfte der Teams in die Drittklassigkeit abrutschen, darunter auch den TSVA, der als Elfter der Liga Nord allerdings nur knapp die Relegation verpasste. „Am Wochenende war die Niedergeschlagenheit bei allen Spielern riesengroß“, berichtet TSVATrainer Torge Greve, „doch als wir dann zum Training zusammen gekommen sind, habe ich der Mannschaft klar machen können, dass sie stolz auf ihre Leistung sein kann. Wir haben den Zuschauern viel Freude bereitet und bis zur letzten Minute um den Relegationsplatz mitgespielt. Das haben uns vor der Saison wohl nur wenige zugetraut.“
Dass der Klassenerhalt über die Relegation indes sehr schwierig geworden wäre, zeigt sich an den aktuellen Ergebnissen. Denn dort hatte der DHfK Leipzig als Meister der Dritten Liga Ost mit Altstars wie Goran Stojanovic und Joel Abati eigens für die Relegation kräftig aufgerüstet und sich entsprechend souverän durchgesetzt (32:26 gegen Tarp und 32:25 gegen Dessau).
Mit dem Ende der Saison geht beim TSV Altenholz eine Mannschaft auseinander, die sich in den vergangenen Monaten zu einer starken Einheit entwickelt hat. „In diesem Team konnte wirklich jeder mit jedem, das war ein großer Leistungsfaktor“, sagt Greve. Alle Neuzugänge haben sich bestens eingefügt, die Junioren-Nationalspieler Tom und Robert Wetzel waren zwei Glücksgriffe, die vielen Spielen ihren Stempel aufgedrückt haben. Aber auch Akteure, die bereits länger in Gelb- Schwarz auflaufen, haben einen Sprung nach vorn gemacht. Lars Bente und Simon Plähn waren da, wenn sie gebraucht wurden, und Sebastian Opderbeck hat die „Umschulung“ zum Kreisläufer mit Bravour gemeistert. „Wirklich jeder hat sich hier eingebracht“, so Greve. „Herausheben muss man aber sicherlich Moritz Weltgen. Er hat sich nicht nur spielerisch toll entwickelt, sondern vor allem in der Mannschaftsführung einen großen Schritt nach vorn gemacht. Er hat das Team zusammengehalten.“ Als Prunkstück seiner Mannschaft sieht Greve die Defensive im Zusammenspiel mit den Torhütern an, während sich die Offensive bisweilen etwas schwer getan hat. So war das Altenholzer Spiel insbesondere dann von Erfolg gekrönt, wenn die Defensive dem gegnerischen Angriff wenig Entfaltungsmöglichkeit bot.
Jetzt gilt es, eine neue Mannschaft zu formen. Die Wetzel-Brüder, Bente, Plähn, Rasmus Gersch und Weltgen verlassen den Verein. Mit Kjell Köpke (THW II), Marcel Möller (Tarp-Wanderup) und Uwe Kalski (HSG Varel) wurden bereits neue Spieler verpflichtet. Nun hat zudem Patrick Starke (THW II) seine Zusage gegeben und wird den TSVA als wurfstarker Spieler im rechten Rückraum verstärken. „Wir werden uns aber noch weiter im Rückraum und auf der Torhüter-Position verstärken müssen. Der Neuaufbau soll so schnell wie möglich, aber nicht hektisch durchgezogen werden. Spätestens zum Trainingsauftakt am 4. Juli möchte ich dann aber schon mit der neuen Mannschaft arbeiten“, sagt Greve. Mit einem langfristigen Zukunftskonzept möchte der Trainer in zwei bis drei Jahren gern wieder an die Tür zur Zweiten Liga klopfen. „Jetzt müssen wir erst einmal sehen, wie der Zuschnitt der Dritten Ligen sein wird. Dann sollten wir unsere Strukturen für ein langfristiges Projekt sortieren. Aber von dem Gedanken, ein Favorit auf den direkten Wiederaufstieg zu sein, sollten wir uns lösen. Die Dritte Liga ist im Moment sicherlich gesünder für den Verein. Ein Platz in den Top-Fünf darf es aber schon sein.“ ra

Quelle: Kieler Nachrichten
www.kn-epaper.de
 

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