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Kraftakt: Torwart Hossner entscheidet Abwehrschlacht | Drucken |
Geschrieben von Eckernförder Zeitung / Thomas Schulze   
24.10.2011 | 10:17
PAE0099.JPGKraftakt: Torwart Hossner entscheidet Abwehrschlacht

24. Oktober 2011 | Von ts

Die schlechte Laune des Altenholzer Trainers Torge Greve und der Jubel seiner Spieler nach der Partie gegen den Stralsunder HV wollten irgendwie nicht zusammenpassen. Trotz des am Ende deutlichen 23:16 (11:9)-Erfolges der "Wölfe" gegen den Vorletzten der 3. Handball-Liga Nord hatte Greve zu viele Defizite bei seiner Mannschaft erkannt:  "Wir hatten den Gegner klar im Griff, bringen uns aber immer selbst wieder in Bedrängnis. Vor allem vorne hätte viel mehr kommen müssen", kritisiert der Coach.
Während "Wölfe"-Schlussmann Florian Hossner einen Sahnetag erwischte und 24 Würfe parierte, ließ der Altenholzer Angriff im Gegensatz zur Deckung viele Wünsche offen. Technische Fehler und Ballverluste prägten das Offensivspiel der Gastgeber, doch auch die biederen Gäste wussten kaum ein Mittel, das TSV-Abwehrbollwerk zu überwinden. Die Folge: Nach 24 Minuten führten die "Wölfe" mit 8:3, so mancher Fan wähnte sich beim Blick Richtung Anzeigetafel beim Eishockey. Eine dreiminütige Altenholzer Auszeit bestraften die Gäste mit vier Toren in Serie, statt mit einer sicheren Führung im Rücken ging es nur mit einem 11:9 in die Halbzeitpause.
Zum zweiten Durchgang durfte dann auch Altenholz’ Aussie Bevan Calvert mitmischen, nachdem ihn sein Arbeitgeber einen vorzeitigen Feierabend verwehrt hatte. Doch Calvert hatte noch Puste genug, per Konter wuchtete der flinke Rechtsaußen das Spielgerät zum 13:10 ins Stralsunder Gehäuse (36.). Bis Mitte des zweiten Durchgangs blieb die Partie umkämpft, auch weil die Deckung der Gäste jetzt besser stand. Technische Fehler seiner Schützlinge und umstrittene Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns brachten Greve auf die Palme. Die Konsequenz: Der Altenholzer Coach bekam eine Zweiminutenstrafe aufgebrummt. Wie sehr sich die beiden Teams behakten, wurde am zerrissenen Trikot des Stralsunder Kreisläufers Miroslaw Gudsz deutlich, bei dem der linke Ärmel nur noch von einem dünnen Faden gehalten wurde. Torarm blieb auch der weitere Spielverlauf, auch weil die Offensive die Außen zu selten in Szene setzte. Die Gäste konnten auf 17:14 (52.) verkürzen, ehe Uwe Kalski bei angezeigter Zeit für Jubel auf den Rängen sorgte. Calvert per Gegenstoß und Christian Drecke aus dem Rückraum (56.) erhöhten auf 20:14 - die Entscheidung. Den Schlusspunkt setzte Lipp mit einem verwandelten Siebenmeter.
Etwas positiver als Greve sah es ein ehemaliger Altenholzer Spieler auf der Tribüne. Sportschau-Moderator Alexander Bommes hatte sich das Spiel nicht entgehen lassen wollen und seiner Heimat einen Besuch abgestattet: "Die Jungs spielen einen schnellen Ball. In der ersten Hälfte hatten sie Stralsund deutlich im Griff, dass es dann noch mal so eng wurde, war unnötig."

TSV Altenholz: Hossner (24 Paraden) - Lipp (3/2 Tore), Stürze (3), Calvert (2), Drecke (2), Opderbeck (3), Schwarz (5), Kalski (2), Plöhn (1), Starke (2).
Stralsund: Korth (1.-32., 13 Paraden), Wendland (32.-60., 10 Paraden) - Ganschow (5/1), Ehlers (4), Köhler, Schmidt, Lindt (2), Brandt, Dau (4), Gudsz, Marschall, Eggebrecht (1), Schwerin.
SR: Heinkel/Hochsprung (Hamburg).
Zeitstrafen: 2:8. Rote Karte: Plöhn (32., Unsportlichkeit).
Siebenmeter: 2:1. Zuschauer: 300.

Quelle: Eckernförder Zeitung
www.shz.de
Letzte Aktualisierung ( 24.10.2011 | 10:27 )
 

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