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Zu wenig Feuer, Kampf und Leidenschaft |
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Geschrieben von Günter Wiegmann
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2.05.2011 | 08:53 |
Zu wenig Feuer, Kampf und Leidenschaft
28:30 – TSV Altenholz ging gegen Potsdam leer aus
Altenholz. Der TSV Altenholz hat im
Abstiegskampf der Zweiten Handball-
Bundesliga eine große Punktchance
aus der Hand gegeben. Gegen
den VfL Potsdam kassierten die wenig
bissigen „Wölfe“ eine vermeidbare
28:30 (13:17)-Niederlage, die sie vor
allem einer schwachen ersten Halbzeit
zuschreiben mussten.
Die Anfangsphase der Partie lief
völlig an den Gastgebern vorbei: Ballverluste
im Spielaufbau, Latten-,
Pfostentreffer und immer wieder
frühe Abschlüsse mit Würfen, die
Potsdams Torwart Gabor Pulay problemlos
entschärfen konnte. So liefen
die Altenholzer lange einem Rückstand
hinterher, der noch deutlich höher
hätte ausfallen können, wenn
nicht Robert Wetzel im eigenen Tor
mit guten Reflexen immer wieder den
Potsdamer Angreifern im Weg gestanden
hätte.
Ein wenig Hoffnung keimte Mitte
der ersten Halbzeit auf, als sich Altenholz
mühsam an die Potsdamer herangearbeitet
hatte und Moritz Weltgen
zweimal per Siebenmeter zum Ausgleich
traf (7:7, 8:8). Es blieben aber
die einzigen kurzen Momente im
Spielverlauf, in denen es den Hausherren
gelang, mit den Gästen gleichzuziehen.
Bis zur Halbzeit ging der
Ansatz von einem Spielfluss wieder
verloren, und Potsdam zog auf vier
Tore davon.
„Das war einfach zu wenig heute. Es
fehlten alle Tugenden aus den vergangenen
Spiel – es gab kein Feuer, kein
Kampf, keine Leidenschaft. Wir haben
nicht ins Spiel gefunden, es war
kein Spielwitz zu sehen“, bemängelte
auch Trainer Torge Greve. Außer Robert
Wetzel und Moritz Weltgen nahm
sich jeder Altenholzer Akteur einige
Auszeiten im Spiel. Rasmus Gersch
mit drei kraftvollen Toren kurz nach
der Pause und Christian Schwarz mit
eleganten Hebern in der Endphase ließen
zumindest kurz ihr Können und
ihre Torgefahr aufblitzen.
Doch als Altenholz in den letzten
zwei Minuten noch zweimal bis auf
ein Tor (26:27, 27:28) dran war, fehlte
der letzte geniale Spielzug, um die
Partie doch noch zu einem Remis oder
einem Sieg führen zu können. „Das
zeichnet eine Mannschaft wie Potsdam
eben aus. Das Niveau der ersten
Halbzeit konnten sie zwar nicht halten,
aber sie machen eben in den entscheidenden
Phasen kaum Fehler. Bei
uns fehlte dagegen in diesen Momenten
die Frische. Es wurde zu häufig
quer gespielt. Vielleicht war es die
Angst vor der eigenen Courage“, ärgerte
sich Torge Greve über zwei nicht
verbuchte Punkte. ra
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